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News

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17. Nov. 2017 (13:22)

Neue Regelungen für die Erteilung von Aufstiegserlaubnissen

Mit dem Inkrafttreten der neuen Drohnenverordnung haben sich auch die Vorgehensweisen zur Beantragung von Aufstiegserlaubnissen geändert. Dennoch fanden bisher die alten Formulare Anwendung, die aufgrund der neuen Rechtslage von den Landesluftfahrtämtern angepasst werden mussten. Dadurch wurde die Beantragung von Erlaubnissen in den unterschiedlichen Bundesländern sehr unübersichtlich. Die neue NfL 1-1163-17 (kurz für Nachricht für Luftfahrer) soll jetzt Klarheit in die Sache bringen, unter Anderem mit einem neuen Musterbescheid für ein vereinfachtes Beantragungsverfahren sowie einer deutschlandweit harmonisierten Risikobewertung (SORA-GER).Das Vereinfachte Verfahren kann für die Beantragung von Erlaubnissen für Fluggeräte mit bis zu 25 kg Startmasse genutzt werden, sofern diese ohne Verbrennungsmotor oder Raketenantrieb sowie innerhalb der Sichtweite betrieben werden sollen. Für Befliegungen innerhalb der geregelten Betriebsverbote gibt es für das vereinfachte Verfahren neue Nebenbedingungen, deren Einhaltung keine Risikoanalyse erforderlich macht, wenn die Erlaubnis über den neuen Musterbescheid erteilt wird. Sogar für den Betrieb innerhalb von 1,5 km Umkreis um Flugplätze kann das vereinfachte Verfahren genutzt werden.(Der Musterbescheid ist in der neuen NfL unter dem Name Anlage A zu finden.)Die Nebenbestimmungen (NfL Seite 6 und 7) sehen dabei für den Betrieb über Menschenansammlungen, Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen sowie Bahnanlagen einen seitlichen Mindestabstand von mindestens 10 Metern vor, darüber hinaus findet die 1:1-Regel Anwendung. Diese beschränkt die maximale Flughöhe auf den seitlichen Abstand, wenn also beispielsweise eine Befliegung mit 43 Metern Abstand zu einer Bahnanlage stattfindet, darf die Flughöhe maximal 43 Meter betragen. Des Weiteren muss für den Flug über den genannten Verkehrswegen darauf geachtet werden, dass die Mindesthöhe über Grund sowie der seitliche Mindestabstand zu Kraft-, Schienen- und Wasserfahrzeugen stets mehr als 50 Meter beträgt. NfL - Blogeintrag Zudem neu geregelt wurde der Betrieb über Wohngrundstücken. Es wird keine ausdrückliche Zustimmung des Grundstückseigentümers benötigt, wenn
  • die Startmasse unter 2 kg liegt,
  • der Überflug zur Erfüllung des Zwecks nicht vermieden werden kann, beispielsweise durch eine sinnvolle Änderung der Flugroute, und eine Zustimmung des Grundstückseigentümers nicht eingeholt werden kann,
  • Vorkehrungen getroffen werden, um einen Eingriff in die Privatsphäre der betroffenen Bürger zu vermeiden, hierzu gehören das Informieren der betroffenen Personen, sowie eine Mindestüberflughöhe von 30 Metern
  • und der Betrieb an höchstens vier Tagen im Jahr nicht länger als 30 Minuten erfolgt.

Für alle Genehmigungen, die nicht im vereinfachten Verfahren beantragt werden können, gilt die Regelung für sonstige Fälle. Diese betrifft insbesondere den Betrieb von Geräten mit mehr als 5 kg Startmasse außerhalb der Sichtweite, sowie den Nachtbetrieb. Außerdem findet das Verfahren für sonstige Fälle Anwendung für alle Betriebsverbote, die im vereinfachten Verfahren durch die Nebenbestimmungen nicht zugelassen werden. Das Verfahren für sonstige Fälle setzt eine Risikoanalyse voraus, welche im Normalfall nach der in der NfL (Anlage C) zu findenen Vorgehensweise zu erfolgen hat (SORA-GER).

Weitere Informationen:

8. Nov. 2017 (10:02)

Luftqualitätsmessung an der Autobahn

Bereits seit geraumer Zeit arbeiten wir zusammen mit unseren Partnern (Tropos, Lohmeyer, Fraunhover IVI) an einem Projekt für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Das Projekt Luftqualitätsmessung durch luftgestützte Geräte an Verkehrswegen soll Mittel und Wege erkunden wie UAS sinnvoll für Messungen eingesetzt werden können. Dabei geht es nicht nur um verschiedene UAS wie Multikopter oder Ballons sondern auch um Messgeräte und -verfahren. (Einige Messgeräte scheiden schon durch ihr Gewicht oder lange Messdauer - mehrere Stunden - aus. Andere sind bestechend klein und leicht, dafür aber viel zu ungenau.)

Zu diesem Projekt gehören natürlich auch Messungen im Feld - also an echten Straßen, Schienen und Wasserwegen. Dafür sind Befliegungen an Kreuzfahrtterminals und Bahnanlagen geplant. Die ersten Feldversuche fanden aber bereits gestern an einer Autobahn statt.

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Mit dabei waren eine mobile Messstation für die Datenakquise an Boden und unsere HORUS Sensorplattform. Dabei hatte HORUS die Aufgabe vier verschiedene Sensoren zu tragen um Ruß, Feinstaub (Fidas Fly 200), O3, NO und NO2 zu messen. Ein Heimspiel für HORUS, der mit seinem Container-System prädestiniert ist wechselnde Nutzlast-Container in die Luft zu bringen. Genau das tat HORUS gestern 25 mal und sammelte so Messdaten über den ganzen Tag. Obwohl die Wetter- und Windbedingungen nicht optimal waren ist die Feldkampagne nach erster Sichtung der Messdaten ein Erfolg und wir sind gespannt was die detaillierte Analyse der Messdaten ergibt.

21. Okt. 2017 (17:48)

Die ersten 50 Drohnenführerscheine

Seit die neue Drohnenverordnung im April vom Bundestag verabschiedet wurde ist viel passiert. Inzwischen ist die Übergangsfrist abgelaufen und der Kenntnisnachweis (Drohnenführerschein) ist seit 1. Oktober 2017 Pflicht. Als anerkannte Stelle des Luftfahrtamtes (DE.AST.011) bieten wir die entsprechenden Kurse und Prüfungen seit August an.

Inzwischen konnten wir an sieben Schulungen (in Berlin und Dresden) über 50 Kenntnisnachweise ausstellen (unsere Partner in ganz Deutschland nicht mit gerechnet) und die weiteren Schulungstermine füllen sich langsam. Neben den Drohnenpiloten werden immer wieder die Medien auf uns aufmerksam. So hatten wir neulich den Deutschlandfunk bei einer Schulung zu Gast (Der Bericht Vorsicht Segelflugzeug kann online nachgelesen und gehört werden.). Am meisten freut uns natürlich, dass unsere Kurse von den Piloten so gut angenommen werden und möchten uns bei allen Teilnehmern bedanken. Obwohl wir schon lange Multikopter-Kurse geben, waren die ersten Schulungen mit dem neuen Drohnenführerschein doch sehr aufregend. Von außen betrachtet hat sich an den Inhalten und dem Schlungsformat zwar wenig geändert, unter der Motorhaube aber ist alles anders. So sind wir nun dem Luftfahrtamt unterstelld und zur Archivierung verpflichtet. Auf der anderen Seite macht es uns natürlich auch stolz, dass wir ein offizielles Dokument - den Drohnenführerschein - ausstellen dürfen. Auf das viele weitere Kenntnisnachweise unser Archiv füllen!

18. Okt. 2017 (07:51)

Drohnenführerschein online machen?

Ob Weiterbildung, Arbeitsschutzunterweisung oder der Drohnenführerschein, oft greifen Unternehmen auf ein üppiges Angebot der Onlinekurse zurück, denn die Gründe dafür liegen auf der Hand: der Preis ist unschlagbar im Vergleich zu einer Präsenzschulung, weiterhin können sich die Teilnehmer von Arbeit oder zu Hause zu einem beliebigen Zeitpunkt damit beschäftigen und natürlich fallen keine Reisekosten an!

In vielen Fällen bleibt der erwünschte Lernerfolg jedoch auf der Strecke, denn jeder Teilnehmer wird online gleich behandelt und für alle gilt das selbe Präsentationsschema. Das gilt natürlich nicht für alle Angebote, unbestritten gibt es auch Themen, welche durch solche Maßnahmen sehr gut herübergebracht werden können. Airclip findet das der Drohnenführerschein nicht dazu gehört! Denn Drohnenpiloten sind Teilnehmer im Luftraum und hier gilt es - wie in der bemannten Fliegerei auch - neben den objektiven und theoretischen Kenntnissen auch aus den Erfahrungen anderer zu profitieren. Damit sind nicht ausschließlich unsere Prüfer gemeint, sonder vielmehr der gemeinsame Erfahrungsaustausch unter den Piloten und Anwendern während unseren Schulungen. Oft entstehen auch Kooperationen oder Aufträge in unseren Schulungsräumen. Hier ist man nicht Konkurrent sondern lernt und tauscht aus, ein großer Vorteil gegenüber einer Onlineprüfung!

28. Sep. 2017 (10:39)

Pallas Cloud Experiment

In den letzten sechs Monaten blieb aufgrund der neuen Drohnenverordnung und den damit verbundenen Umstellungen wenig Zeit für andere Projekte. Dennoch haben wir den Kontakt zur Wissenschaft nicht vernachlässigt und so stehen im Herbst einige Messflüge an. Eine der größten ist das Pallas Cloud Experiment (PaCE 2017). Ein Actris Projekt initiiert vom finnischen Institut für Meteorologie (FMI). Ein formuliertes Ziel ist es mehr über Wolken und deren Entstehung herauszufinden. Unsere Aufgabe dabei war es Daten zu sammeln.

HORUS in der Arktik (2) Ballon Start UAV Start Pallas-Sodankyla GAW Station in den Wolken In der GAW Station Partikel-Zähler Pallas-Sodankyla GAW Station Roof HORUS bereit zum Start (3) Fidas Fly 100 Installation Pallas-Sodankyla GAW Station (3) Pallas-Sodankyla GAW Selfie Fahrzeug ATV Pallas-Sodankyla GAW Station Dach

So trafen wir uns mit den Teams aus Finnland, Zypern, Großbritannien und Deutschland (Karlsruhe und Dresden) in Lappland. Genauer gesagt in Pallasjärvi, in der Nähe von Kittilä und Levi (rund 150km nördlich des Polarkreis). Dort gibt es neben Wäldern, Seen und Rentieren auch eine Messstation und einen gesperrten Luftraum für Befliegungen mit Drohnen. Neben Ballons und Multikoptern leisteten vorallem die Starrflügler ganze Arbeit - durch die große Reichweite und Geschwindigkeit konnten Messdatendaten bis zu 2000m Höhe gesammelt werden. Für unsen HORUS war besonderes der untere Bereich rund um die Messstation interessant. Dabei diente uns die Messstation am Gipfel als Referenzpunkt. Dort platzierten wir einen Fidas Fly (von Palas), also den gleichen Sensor mit dem HORUS misst. Während der Fidas Fly auf dem Dach der Messstation die Referenzdaten lieferte, flogen wir die Höhenprofile ganz in der Nähe ab. Obwohl wir uns als Piloten bessere Sicht gewünscht hätten, waren nieder hängenden Wolken ein Vorteil: Wir erhielten Daten unter der Wolkendecke, in den Wolken und darüber.

Damit ist unsere Arbeit als Piloten beendet und wir überlassen es den Wissenschaftlern diese Auszuwerten. Aber wir sind natürlich sehr glücklich darüber, dass die Fidas Fly (100 und 200) so gut funktionierte haben und die Befliegungen mit HORUS leicht von der Hand gingen. Besonders in den Wolken (hoher Luftfeuchtigkeit, Nieselregen) und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hat sich gezeigt, welche Vorteile das Wasserdichte Gehäuse von HORUS bietet. Beibt mir nur noch auf das Flugzeug, das mich von der Arktis in mildere Region bringt, zu warten. Ich bin gespannt welche Erkenntnisse die Messdaten liefern und würde mich freuen, wenn Airclip auch die nächste Messkampagne unterstützen könnte.

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